Über die Asphaltminen

Übrigens, über die Aspaltminen

Die Asphaltminen waren früher das Prunkstück der Neuenburger Industrie, heute bilden sie einen der bedeutendsten touristischen Anziehungspunkte der Region.

Tauchen Sie ein in die beeindruckende Geschichte von La Presta und erfahren Sie mehr über unsere zukünftigen Projekte.

Gestern

1711 erkannte ein fortschrittlicher Wissenschaftler auf dem Gebiet des Asphalts, der griechische Arzt Eirini d’Eirinis, die erste Fundstätte auf der Nortdseite des Talhangs im Val-de-Travers. Zunächst interessierten ihn vor allem die therapeutischen Wirkungen; die neuen Erkenntnisse liess er in seine “Dissertation sur l’asphalte ou ciment naturel” einfliessen. Die erste Fundstelle wurde im Tagebau betrieben, und es scheint erwiesen, dass der Abbau bis 1812 auf diese erste Fundstelle bei La Combe-Vaubayon beschränkt blieb. Ab ca. 1830 fand der Abbau an einer zweiten Fundstätte statt, La Presta, auf der Südseite des Tals. Der genaue Zeitpunkt ist unsicher.

Nachdem die Mine mehrmals den Besitzer gewechselt hatte, ging sie 1873 in den Besitz eines englischen Unternehmens, der Neuchâtel Asphalte Company Ltd. (NACO), über. Erinnern wir uns, dass der Asphalt, wie das Salz, einem staatlichen Nutzungsrecht – dem “Regal” – unterstand; der Asphaltpreis lag 1873 bei ca. CHF 5.-, 1986 ca. CHF 15.- pro Tonne.

Um 1960 wurde die NACO von einem der grössten Strassenbauunternehmen Europas aufgekauft, der englischen Tarmac.

Die Asphaltminen von La Presta wurden somit von 1712 bis 1986 handwerklich bis industriell betrieben, bis sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Heute

Die Asphaltminen empfangen heute im Durchschnitt 22’000 Besucher pro Jahr.

Zum 25-jährigen Jubiläum des Tourismusbetriebs haben die Asphaltminen 2012 das märchenhafte Theaterstück Indes Noires aufgeführt, interpretiert vom Théâtre de la Poudrière. 5 Jahre später wurde in den Asphaltminen wieder ein brillantes Schauspiel aufgeführt, Entrailles von Steve Muriset.

Association culturelle des Mines d’asphalte de la Presta

Morgen: Zukunftsprojekte

Um die Zukunft von La Presta nachhaltig zu sichern und den Wünschen der Besucher zu entsprechen, hat das Team der Asphaltminen und deren Vereinigung Association culturelle des Mines d’asphalte de la Presta ein Entwicklungsprojekt ausgearbeitet, das 4 Schwerpunkte enthält:

  • Die Wiederbelebung der brachliegenden Zone zwischen dem Minengebäude und der Areuse;
  • Die Erarbeitung mehrerer Varianten bei den Führungen in den unterirdischen Stollen;
  • Die Schaffung eines Bereichs, der dem geologischen Verständnis gewidmet ist, um die Entstehung der Kohlenwassersstoffe/Bitumen und des Asphalts besser verstehen zu können;
  • Die Renovation des Minengebäudes, der Besucherterrasse und des Spielplatzes, sowie auch die Neugestaltung der Zufahrten und Parkplätze, um einen freundlichen und vielseitig nutzbaren Empfangsbereich zu schaffen.